Kokos – besänftigende Kühlung

Die Kokosnuss ist im Ayurveda so vielfältig verwendbar, wie auch Ghee, die geklärte Butter. Obwohl Kokos pflanzlich und Ghee tierisches Produkt, haben sie dennoch eines gemeinsam – das Pitta-Dosha freut sich! Aber beginnen wir von ganz vorn.

Durch die „Cocos nucifera“, der Kokospalme, einer bis zu 30 Meter hoch wachsenden tropischen Pflanze, gewinnt man pro Erntejahr bis zu 40 leckere Kokosnüsse, wobei die Nuss eigentlich gar keine Nuss ist, denn botanisch gesehen, ist die Kokosnuss eine einsamige Steinfrucht, die etwa 20 bis 30 cm lange Frucht zeigt sich eher oval oder gar dreieckig, mit einem Gewicht zwischen 1-2 Kilogramm. Wobei es uns für die Weiterverarbeitung um den Samen geht, der von drei miteinander verwachsenen Schichten umgeben ist. Aber auch die Schale wird zu einer Kokoskohle als Heizmittel weiterverwertet und die Blüten zu leckerem Kokosblütenzucker. Es wird also alles verwendet, von Schale bis Fleisch, bis zum Kokoswasser – einfach toll.

Herstellung Kokoscreme und Kokosmilch

Die Herstellung der leckeren Creme und Kokosmilch ist supereasy und schnell gemacht. Wie das geht, habe ich nachstehend in einem Video zusammengefasst.

Kokoswasser & Kokosfleisch

Erster Rohstoff ist das kühlende Kokoswasser und frisches Kokosfleisch. Gerade im Sommer und für das Pitta-Dosha der pure Genuss, da es kühlend wirkt und das hitzige Pitta-Feuer besänftigt. Also ganz pur ein leckerer Genuss.

Kokoscreme & Kokosmilch

Wie im Video zu sehen, wird das frische Kokosfleisch oder auch getrocknete Kokosflocken mit heißem Wasser übergossen und eingeweicht, anschließend mit einem Hochleistungsmixer fein püriert und durch ein Tuch gesiebt. Mit ein wenig Wartezeit – auch gekühlt – trennt sich hier sichtbar die Creme, die schnittfest im oberen Bereich des Glases abzunehmen ist und der Kokosmilch unterhalb. Kokoscreme hat etwa 20% Fett und ist eine leckere Alternative zu (tierischer) Sahne für Veganer.

Kokosmehl

Nach der Herstellung der Kokoscreme, bzw. der Kokosmilch, verbleibt der Trester, der getrocknet ein tolles Kokosmehl für Backwaren, Brote usw. verwendet werden kann. Regulär wird Kokosmehl aus dem Fleisch gewonnen, das entölt fein gemahlen und getrocknet wird – also der Trester nach der Ölgewinnung.

Kokosöl

Aus dem Fruchtfleisch, dass geraspelt durch eine Ölmühle getrieben wird, entsteht das kühlende Kokosöl. Vielleicht kennst du in der Karibik diesen Duft in der Luft. Hier wird sich gern das Kokosöl ins Haar geknetet, weil es kühlt und gleichzeitig pflegt. Im Kühlschrank aufbewahrt, hat Kokosöl einen festen Charakter, bei sommerlichen Zimmertemperaturen schmilzt es. Auch, wenn von einer Frau Dr. Michel einmal ein Bericht gestartet wurde, Kokosöl wäre absolut schädlich, sieht der Ayurveda dies offensichtlich anders. Rund 90% gesättigter Fettsäuren wird Kokosöl zugesprochen und grundsätzlich gilt immer eine konstitutionsgerechte Anwendung, sprich, da Fett im Übermaß die Skrotas verstopft, immer in Maßen.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Saft der Kokosblüte gewonnen. Ganz genau genommen wird die Blütenstand angeritzt und der Nektar aufgefangen, der dann gefiltert und anschließend eingekocht wird, bis das Wasser entzogen ist und der kristalline Kokosblütenzucker zurückbleibt. Die bläunliche Färbung ähnelt ein wenig dem Rohrohrzucker / Rohzucker, ist jedoch viel feinkörniger und geschmacklich viel intensiver richtung Karamell oder Malz. Übrigens hebt sich Kokosblütenzucker von anderen Zuckersorten durch seinen hohen Zink-, Kalium-, und Einsengehalt ab. Bei der Kalorienzahl ist jedoch leider kein großer Unterschied zu regulärem „weißem Haushaltszucker“. In Maßen ein Gewinner, in Massen also eher nicht. 😉

Kokos und Ayurveda Therapie – Ernährung & Pflege

Da Kokos – wie bereits beschrieben – eine kühlende Wirkund hat, wird es im Fokus für das Pitta-Dosha verwendet. Egal ob in der Ernährung oder auch für die erhitzte Haut, bei Sonnenbrand oder kühl zu haltenden Kopf, ist Kokos die richtige Wahl. Vata und Kapha benötigen und lieben die Wärme und auch Erhitzung, um im Gleichgewicht zu bleiben, daher sollte lieber zum Ghee gegriffen werden. Pitta- Power freut sich jedoch immer über eine Massage ob Körper oder Kopf mit Kokosöl oder selbsterstellten Beauty-Produkten aus der Ayurveda-Küche, aber auch Ölziehen ist mit Kokosöl möglich. In der Ayurveda Therapie ist Murivenna ein sehr schönes Thailam mit Kokos-Basisöl, das Vata und Pitta gleichermaßen ausgleicht und beruhigend und kühlend wirkt.

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